Energiegespräch mit Weinheimer Unternehmen

 

Networking produzierender Weinheimer Unternehmen

 

Der Runde Tisch Energie Weinheim lud zum Ersten Energiegespräch Weinheimer Unternehmen ein

 

Umweltbewusste Weinheimer Unternehmer und der Runde Tisch Energie Weinheim (RTE) haben ein gemeinsames Interesse: Sie wollen die Energieverbräuche möglichst gering halten, um sowohl die Umweltbelastungen als auch die Kosten zu senken. Warum also nicht zusammenkommen, Erfahrungen austauschen, sich kennenlernen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten? Das fragte sich der Runde Tisch Energie Weinheim und organisierte, unterstützt durch die Stadtverwaltung, das Erste Energiegespräch Weinheimer Unternehmen.

In einer ersten Phase der geplanten Energiegespräche wurden die Unternehmen, die nicht nur Wärme für ihre Gebäudeheizungen benötigen, sondern auch erhebliche Mengen an Strom und/oder Gas für ihre Produktionen einsetzen, sowie weitere an diesem Thema Interessierte Teilnehmer eingeladen. In einer zweiten Phase sollen weitere Gespräche folgen, bei denen die Hauptzielgruppen dann vorwiegend Gewerbetreibende mit größerem Wärmebedarf sein werden, wie zum Beispiel Märkte und Handwerksbetriebe.

„Unser Oberziel ist es, einen lokalen Beitrag zur Energiewende zu leisten“, erläuterte Diplomingenieur Helmut Mayer vom RTE, der die Moderation übernommen hatte. „Heutiges Hauptziel ist jedoch das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch von Erfahrungen. Wir wollen herausfinden, ob ein gegenseitiges Unterstützen bei den Energiethemen Beschaffung, Effizienz und Verbrauchs- und Kostenreduzierung möglich ist.“

Zum Auftakt begrüßte der Erste Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner die Teilnehmer im Kleinen Sitzungssaal des Weinheimer Rathauses und betonte, dass auch die Stadtverwaltung die Aktivitäten zur Energiewende unterstützt. Zur Einführung in die Thematik folgten drei Initialvorträge, die sehr kurz gehalten wurden, damit ausgiebig Zeit für das Networking blieb. Diplomingenieur Helmut Langen stellte den Runden Tisch Energie Weinheim und das von der Stadt Weinheim übernommene Leitbild vor mit dem Kernsatz: „Unser Ziel ist es, bis spätestens im Jahr 2050 den erforderlichen Energiebedarf in Weinheim soweit zu senken, dass er ausschließlich durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann.“

Die Brisanz der heutigen Energiesituation verdeutlichte Diplomingenieur Eckhardt Pfisterer mit seinem Kurzvortrag „Energieengpass 2030 / The Party is Over“. Er zeigte mit statistischen Diagrammen, dass der sogenannte Peak der Ölförderung, also der Zeitpunkt der höchstmöglichen weltweiten Ölförderung, bereits überschritten ist und dass der Gas-Peak trotz der enormen Förderung von Schiefergas in den USA unmittelbar bevorsteht. Ein Kurzvortrag von Mayer über das Thema Energiegesetze, das er mit seiner persönlichen Sammlung von der geradezu erschreckenden Anzahl von 72 Gesetzen und Vorschriften zum Thema Energie begann, leitete zu der angeregten Diskussionen der Teilnehmer über, wie auch kleine und mittlere Unternehmen gesetzlich eingeräumte Vorteile nutzen oder zumindest Nachteile vermeiden können, wenn sie keinen Stab von Fachleuten mit diesen Themen beauftragen können.

 

Es entwickelten sich interessante Diskussionen hauptsächlich über die Themen Energieabgaben, Steuerrückvergütungen, Energiemanagementsysteme, Verunsicherung durch ständig neue Gesetze und insbesondere den enormen Verwaltungsaufwand, den der Staat für Nachweise, Testate usw. abverlangt. Besonderes Interesse weckte die Möglichkeit, durch gemeinsamen Energieeinkauf die Einkaufmacht durch die größeren Mengen zu stärken und die sogenannten Verbrauchsstrukturen zu verbessern, wodurch die Attraktivität der Energiekunden auch für die größeren Lieferanten gesteigert werden kann. Die Veranstaltung fand ein sehr gutes Echo und die Damen und Herren waren sich einig, dass in einem angemessenen Zeitabstand weitere Gespräche folgen sollen.

One Reply to “Energiegespräch mit Weinheimer Unternehmen”

  1. Hallo,
    ich bin beeindruckt über die Vielzahl und Breite Eurer Ideen und Aktivitäten, mit denen Ihr die Umsetzung des Weinheimer Energiekonzeptes anstoßen wollt. Glückwunsch! Die Verwaltung und der Gemeinderat brauchen so etwas, damit sie sich auch bewegen. Damit habe ich viele Erfahrungen gesammelt und kann Euch positiv bestätigen.
    Ein Tipp: beschränkt Euch mit der Veröffentlichung nicht auf Eure Webseite, sondern geht in die Presse und in die Wochenblätter mit dem Tenor „Tue Gutes und rede darüber!“ . Das hilft OB und Gemeinderat auf die Sprünge! Warum nicht den guten Text „Networking…..“ samt Foto an die Presse schicken?
    Herzliche Grüße
    Christine Denz, Mosbach

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