Job-Tickets sind gut für die lokale Energiewende

Stadtverwaltung geht mit gutem Vorbild voran

Eigentlich braucht man es ja nicht mehr ständig wiederholen: Weniger Autos auf unseren Straßen sorgen für weniger Feinstaub, es werden weniger Parkflächen benötigt, sie verursachen weniger Verkehrslärm und reduzieren den Ausstoß von CO2. Und dennoch geht es viel zu langsam voran mit der lokalen Energiewende in Weinheim. Eine Möglichkeit, den Individualverkehr zu verringern, sind sogenannte Job-Tickets. Die Verkehrsbetriebe des RNV bieten Arbeitnehmern stark vergünstigte Monatskarten an, wenn der Arbeitgeber dazu einen Beitrag leistet.

Wie der Runde Tisch Energie (RTE) in Erfahrung gebracht hat, bieten zurzeit fünf Weinheimer Betriebe sowie die Stadtverwaltung ihren Belegschaften diese Tickets an. Insgesamt 366 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nutzen das Job-Ticket, darunter allein 75 Beschäftigte der Stadt Weinheim. Die Vorteile für die Nutzer liegen auf der Hand:

Mit dem Job-Ticket kann der Nutzer im gesamten VRN-Gebiet in allen Bussen und Bahnen fahren, ohne die Karte entwerten zu müssen. Außerdem dürfen werktags ab 19 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen ganztags bis zu 4 Personen kostenlos mitgenommen werden. Die Monatskarte kostet den Arbeitnehmer derzeit 42,30€, das ist die Hälfte des regulären Preises. Der Arbeitgeber beteiligt sich an den Kosten mit einem Beitrag zwischen 9,50€ und 11€ für jeden Beschäftigten im Betrieb, egal ob er oder sie das Job-Ticket nutzen will. Ein Betrieb mit 20 Beschäftigten würde zum Beispiel einen Gesamtbetrag von 220€ monatlich zuschießen.

Den RTE würde es sehr freuen, wenn sich noch mehr Weinheimer Betriebe entschließen könnten, das Job-Ticket für ihre Beschäftigten zu bezuschussen. Schließlich haben die Firmen selbst Vorteile davon: Sie sorgen dafür, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sicherer und stressfreier zur Arbeit kommen und dass sie weniger Parkplätze zur Verfügung stellen müssen. Und sie tragen zur Akzeptanz des öffentlichen Nahverkehrs bei, der auch in Weinheim mit Bussen und demnächst der S-Bahn immer attraktiver wird. Vom Beitrag zum Klimaschutz ganz zu schweigen, so der RTE.

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